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Regional

Treffen der Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder in Vaduz

2022-09-13 17:05:08
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Quelle: Fürstentum Liechtenstein

Zu ihrem alljährlichen Treffen, das heuer vom 12. bis 13. September in Liechtenstein stattgefunden hat, haben sich neben dem Gastgeber Erbprinz Alois die Staatsoberhäupter von Luxemburg, Deutschland, Belgien und der Schweiz eingefunden, wie das Fürstentum Liechtenstein berichtet.

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte sich zuvor wegen des stattfindenden Bundespräsidentschaftswahlkampfes in Österreich entschuldigt. Neben der gegenseitigen Information über die politische Situation in den einzelnen Staaten wurde insbesondere auch der Ukraine-Konflikt und seine Folgen erörtert.Die Staatsoberhäupter seien von der derzeitigen Situation in der Ukraine tief betroffen und zeigten sich überzeugt, dass nur ein enges Zusammenstehen Europas - insbesondere auch hinsichtlich der gegenüber Russland verhängten Sanktionen - diese Zäsur in der Geschichte Europas meistern kann.

Erbprinz Alois führte aus: "Der Einmarsch in die Ukraine sei auf das Schärfste zu verurteilen. Er habe die Sicherheitsarchitektur in Europa grundlegend verändert und bereits zu einem Wandel in der Aussenpolitik vieler europäischer Staaten geführt.

In dieser Zeit seien die regelmässigen Treffen zwischen Vertretern europäischer Staaten besonders wertvoll. "Am 12. September besuchten die Staatsoberhäupter das Hilti Innovationszentrum.

Dabei nutzten sie auch die Gelegenheit, mit Michael Hilti, Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Hilti AG, Andreas Bong, Head Corporate Research & Technology, Hilti AG und Werner Wallner, Managing Director, Hilti Foundation die Themen Unternehmenskultur, Forschung und philanthropische Tätigkeit von Unternehmen zu diskutieren.Im Rahmen des Schwerpunktthemas Philanthropie führte Marc Gottschald, Direktor des Centers für Philanthropie an der Universität Liechtenstein, am 13. September zunächst grundsätzlich in das Thema ein. Stiftungen und gemeinnütziges Engagement haben weltweit eine jahrhundertelange Tradition.

"Gerade bei der Bewältigung aktueller globaler Herausforderungen spielt das private Engagement eine wichtige Rolle ", so Gottschald. Stiftungen können Innovationen fördern und als neutrale Vermittler Brücken zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bauen.

Aber auch im Lokalen habe die Philanthropie ihren Platz, etwa beim Engagement von Freiwilligen für soziale oder kulturelle Zwecke.Vor allem für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG) kommt es darauf an, sektorübergreifende Partnerschaften einzugehen. Stiftungen und philanthropische Initiativen können hier ihre Stärken einbringen.

"Stiftungen seien unabhängig von Wahlergebnissen oder Quartalszahlen", so Gottschald weiter. Sie können sich langfristig auch schwierigen Themen widmen.

Aufgabe der Politik sei es, angemessene Rahmenbedingungen für das Engagement zu schaffen und Anreize für die Mitwirkung privater Stifter und Spender zu geben.Daniel Thelesklaf, Projekt Direktor Liechtenstein Initiative FAST ("Finance against Slavery and Trafficking"), erläuterte anschliessend Sinn und Zweck dieser UNO Initiative, die sich gegen den weltweiten Menschenhandel richtet. Menschenhandel sei die am weitesten verbreitete Form von organisierter Kriminalität.

Sie generiert über 150 Milliarden Dollar pro Jahr an illegalen Einkünften. Über 40 Millionen Menschen seien davon betroffen.Liechtenstein finanziert, zusammen mit 4 anderen Regierungen und einer Reihe von privaten und philanthropischen Organisationen die FAST Initiative.

1.7 Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen und seien damit dem Risiko, Opfer von Menschenhandel zu werden, besonders ausgesetzt. Dies zeigt sich derzeit deutlich auch am Beispiel der Geflüchteten aus der Ukraine.Mit der offen geführten Diskussion zeigte sich Erbprinz Alois sehr zufrieden: "Die private Philanthropie sei ein zentraler Akteur für die Verwirklichung der UNO-Nachhaltigkeitsziele.

Daher bin ich sehr dankbar, dass wir zusammen mit Experten eine wertvolle Diskussion über die Rahmenbedingungen für ein effizientes Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Philanthropen führen konnten. Neben Bewusstseinsbildung für den Einsatz am Gemeinwesen und dem Setzen von klugen Anreizen für philanthropische Tätigkeit scheinen mir dabei vor allem auch eine Stärkung der philanthropischen Institutionen durch Ausbildung, Vermittlung von bewährten Praktiken und Vernetzung von Bedeutung zu sein."Erbprinz Alois zog eine positive Bilanz des diesjährigen Treffens der Staatsoberhäupter: "Ich danke allen, die zu diesem erfolgreichen Treffen beigetragen haben.

Für einen Kleinstaat wie Liechtenstein seien gute Kontakte und eine enge Vernetzung mit den an diesen Treffen teilnehmenden Staaten wichtiger denn je. Der gegenseitige Austausch zwischen den Staatsoberhäuptern sei von einem grossen Vertrauen geprägt und ein möglichst engmaschiger Informationsstand sei in diesen schwierigen Zeiten sehr hilfreich."Sekretariat S.D.

des Erbprinzen von LiechtensteinSchloss VaduzT +423 238 12 00SE@sfl.liVaduz (ots) - Die Regierung habe in ihrer Sitzung vom Dienstag, 13. September 2022, Anela Gantenbein aus Schaan als neues Mitglied des Verwaltungsrats des Liechtensteinischen Rundfunks (LRF) bestellt. Ihre vierjährige Mandatsperiode beginnt am 1. Oktober 2022. Zugleich enden die Mandatsperioden von Markus Klement und Christian Stärkle per 30. September 2022. Damit ...Vaduz (ots) - Anlässlich des jährlichen Waves Festivals werden rund 100 Musikerinnen und Musiker aus aller Welt nach Wien eingeladen, die an drei Abenden auf diversen Bühnen auftreten.

Liechtenstein war auch in diesem Jahr am Waves Festival vertreten: Am vergangenen Samstag, 10. September 2022, trat die Band AEIOU mit der Liechtensteinerin Karin Ospelt und Züri-West-Keyboarder Oli Kuster auf. Das Publikum reagierte ...Vaduz (ots) - Die beiden Nachbarstaaten, Liechtenstein und Österreich, seien freundschaftlich und durch eine Vielzahl von Verträgen, die sämtliche Lebensbereiche der Bevölkerung beider Länder umfassen, auf das Engste verbunden.

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