Logo newsbot.ch

Wirtschaft

Erklärung des OECD-Generalsekretärs zur Entwicklung der Klimafinanzierung bis 2020

Erklärung des OECD-Generalsekretärs zur Entwicklung der Klimafinanzierung bis 2020
Erklärung des OECD-Generalsekretärs zur Entwicklung der Klimafinanzierung bis 2020 (Bild: OECD)

2022-07-29 11:20:14
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: OECD

Dies entspreche einer weiteren Erhöhung um vier Prozent im Vergleich zu 2019, nach einem Plus von einem Prozent zwischen 2018 und 2019. Das Ziel der Industrieländer, die für die Entwicklungsländer bereitgestellte und mobilisierte Klimafinanzierung bis 2020 auf 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu steigern, wurde jedoch verfehlt, wie die OECD schildert.

Der Anstieg der Klimafinanzierung 2020 war in erster Linie auf eine Aufstockung der öffentlichen Mittel zurückzuführen.„Wir wissen, dass größere Anstrengungen notwendig sind. Die Klimafinanzierung habe sich zwar zwischen 2019 und 2020 erhöht, wie erwartet habe aber dieser Anstieg nicht ausgereicht, um das Ziel von 100 Milliarden US-Dollar bis 2020 zu erreichen”, erklärte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann.„Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der COVID-19-Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sorgen nach wie vor weltweit für erhebliche Verwerfungen.

Zugleich aber verursachen die negativen Auswirkungen des Klimawandels verheerende Verluste und Schäden für die Natur und die Bevölkerung.“„Die Industrieländer müssen ihre Anstrengungen weiter steigern und ihre im Vorfeld der COP26 abgegebenen Zusagen erfüllen. Dann würde der Zielwert von 100 Milliarden US-Dollar ab dem nächsten Jahr erreicht.

Dies würde Vertrauen schaffen, das für den weiteren Ausbau unserer multilateralen Reaktion auf den Klimawandel entscheidend ist.“Im Zeitraum 2013 bis 2020 stammte der überwiegende Teil der Klimafinanzierung aus öffentlichen Mitteln. Sie stiegen von 38 Milliarden US-Dollar 2013 auf 68,3 Milliarden US-Dollar 2020. Multilaterale öffentliche Mittel nahmen zwischen 2013 und 2020 um 138 Prozent zu, bilaterale öffentliche Mittel um 40 Prozent.

Für die mobilisierte private Klimafinanzierung liegen erst ab 2016 vergleichbare Daten vor. Sie wuchs im Zeitraum 2016 bis 2020 um fast 30 Prozent, trotz eines Rückgangs zwischen 2019 und 2020. Der Anteil klimarelevanter Exportkredite an der gesamten Klimafinanzierung blieb weiter gering.Der Großteil der Klimafinanzierung floss 2020 in Emissionsminderungsmaßnahmen.

Die Finanzierung für Anpassungsmaßnahmen erhöhte sich jedoch weiter und machte ein Drittel des Gesamtumfangs aus. Die Finanzierung für Minderungsmaßnahmen konzentrierte sich vor allem auf die Bereiche Energie und Verkehr.

Bei der Finanzierung für Anpassungsmaßnahmen standen die Bereiche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie Land- und Forstwirtschaft und Fischerei im Vordergrund.Mit einem Anteil von 71 Prozent waren Kredite ebenso wie in früheren Jahren erneut das wichtigste Instrument der öffentlichen Klimafinanzierung. Ihr Gesamtvolumen fiel 2020 um acht Prozent höher aus als 2019. Der Umfang der öffentlichen Klimafinanzierung, die in Form von Zuschüssen gewährt wurde, erhöhte sich in absoluten Zahlen ebenfalls und erreichte einen Anteil von 26 Prozent.Entwicklungsländer in Asien waren 2016 bis 2020 mit einem durchschnittlichen Anteil von 42 Prozent die größten Empfänger von Klimafinanzierung, gefolgt von Afrika (26 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (17 Prozent).

Bezogen auf das Einkommensniveau der Empfängerländer verteilt sich die Klimafinanzierung, die 2020 von den Industrieländern für Entwicklungsländer bereitgestellt und mobilisiert wurde, wie folgt: 43 Prozent entfielen auf Länder im unteren Bereich der mittleren Einkommensgruppe (LMIC), 27 Prozent auf Länder im oberen Bereich der mittleren Einkommensgruppe (UMIC), acht Prozent auf Niedrigeinkommensländer (LIC) und drei Prozent auf Hocheinkommensländer (HIC).Das Ziel der Industrieländer, jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Klimaschutz und Klimaanpassung in Entwicklungsländern bereitzustellen und zu mobilisieren, sollte 2020 erreicht und bis 2025 eingehalten werden. OECD-Szenarien von Oktober 2021 zeigen, dass der Zielwert von 100 Milliarden US-Dollar 2023 erreicht und im Zeitraum bis 2025 übertroffen wird, wenn alle bis zu diesem Zeitpunkt von bilateralen und multilateralen Gebern gemachten Zusagen erfüllt werden.Auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz (COP15) der VN-Klimarahmenkonvention in Kopenhagen 2009 verpflichteten sich die Industrieländer, im Rahmen sinnvoller Minderungsmaßnahmen und Transparenz bei der Umsetzung ab 2020 jährlich insgesamt 100 Milliarden US-Dollar für Klimaschutz und Klimaanpassung in Entwicklungsländern zu mobilisieren.

Das Ziel wurde auf der COP16 in Cancún formalisiert und auf der COP21 in Paris bestätigt und bis 2025 verlängert.Auf Wunsch der Industrieländer erstellt die OECD seit 2015 regelmäßig Fortschrittsberichte in Bezug auf dieses Ziel. Die Berichterstattung über Finanzierungsquellen und Finanzinstrumente steht im Einklang mit dem Regelwerk, auf das sich die Vertragsstaaten des Pariser Abkommens auf der COP24 verständigt haben.

Die OECD-Analysen erfassen vier verschiedene Komponenten der von den Industrieländern bereitgestellten und mobilisierten Klimafinanzierung: bilaterale öffentliche Klimafinanzierung, den Industrieländern zugerechnete multilaterale öffentliche Klimafinanzierung, klimarelevante öffentlich geförderte Exportkredite sowie durch bilaterale und multilaterale öffentliche Klimafinanzierung mobilisierte private Mittel, die Industrieländern zugerechnet werden..

Suche nach Stichworten:

alle Erklärung OECD-Generalsekretärs Klimafinanzierung 2020



Newsticker


Kantonspolizei Basel-Landschaft

Mann durch Messerstiche verletzt – die Polizei sucht Zeugen


Kantonspolizei Thurgau

Kreuzlingen: Mann verstorben, Zeugen gesucht


Kantonspolizei Bern

Rapperswil: Carport und zwei Autos in Brand geraten


Kantonspolizei Zürich

Wallisellen: Vermisstmeldung


Kantonspolizei St. Gallen

Rheineck: Versuchter Raub – Zeugenaufruf