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Afghanistan: Taliban unterdrücken Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen

  • Afghanistan: Taliban unterdrücken Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen
    Afghanistan: Taliban unterdrücken Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen (Bild: Amnesty International)
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    Afghanistan: Taliban unterdrücken Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen (Bild: Amnesty International)
2022-07-27 02:10:07
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Quelle: Amnesty International

Protest für Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung: Frauen demonstrieren am 16. Januar 2022 in der afghanischen Hauptstadt Kabul für ihre Rechte, wie Amnesty International meldet.

Seit der Machtergreifung der Taliban im August 2021 werden die Rechte von Frauen und Mädchen auf Bildung, Arbeit und Freizügigkeit immer stärker eingeschränkt. Dies geht aus einem neuen Bericht von Amnesty International hervor.

Frauen und Mädchen werden in fast allen Lebensbereichen diskriminiert und ihr Protest dagegen werde gewaltsam unterdrückt. Schulen und Universitäten können sie nicht besuchen.

Die Zahl der Kinderehen, Früh- und Zwangsverheiratungen sei stark angestiegen. Gleichzeitig wurden Schutz- und Hilfsmechanismen für Überlebende häuslicher Gewalt massiv verringert.Dr.

Julia Duchrow, Stellvertreterin des Generalsekretärs von Amnesty International in Deutschland, sagt: "Unter der Herrschaft der Taliban werden Millionen Frauen und Mädchen ihrer Rechte auf ein sicheres, freies und selbstbestimmtes Leben beraubt. Frauen und Mädchen werden systematisch in fast allen Lebensbereichen unterdrückt und diskriminiert: Jeder Aspekt des täglichen Lebens – ob sie zur Schule gehen können, ob und wie sie arbeiten, ob und wie sie das Haus verlassen dürfen – werde kontrolliert und stark eingeschränkt."Amnesty International fordert die Taliban eindringlich auf, Maßnahmen zum Schutz der Rechte von Frauen und Mädchen umzusetzen.

Regierungen und internationale Organisationen, insbesondere alle UN-Mitgliedstaaten und der UN-Sicherheitsrat, müssen dringend eine gemeinsame Strategie ausarbeiten und umsetzen, um die Taliban zu diesen Veränderungen zu bewegen.Amnesty International appelliert zudem an die internationale Gemeinschaft, das Verhalten der Taliban mit Konsequenzen zu ahnden und per Resolution des UN-Sicherheitsrats gezielte Sanktionen und Reisebeschränkungen zu verhängen. "Die schonungslose Unterdrückung der weiblichen Bevölkerung Afghanistans verschärft sich Tag für Tag.

Sollte die internationale Gemeinschaft nichts unternehmen, werden Millionen Frauen und Mädchen in Afghanistan ihrem Schicksal überlassen", so Duchrow.Trotz anfänglicher öffentlicher Beteuerungen zum Schutz der Rechte von Frauen und Mädchen haben die Taliban Maßnahmen zur systematischen Diskriminierung und Rechteverletzung der weiblichen Bevölkerung eingeführt. Frauen und Mädchen in ganz Afghanistan reagierten darauf mit einer Welle von Protesten.

Die Protestteilnehmerinnen waren Schikane, Misshandlung, willkürlicher Festnahme und Inhaftierung, Verschwindenlassen sowie körperlicher und psychischer Folter durch die Taliban ausgesetzt.Eine Frau schreibt in der afghanischen Hauptstadt Kabul Slogans auf Plakate als Vorbereitung für eine Demonstration gegen die Unterdrückung durch die Taliban (15. Januar 2022). Vier Whistleblower aus Hafteinrichtungen der Taliban gaben an, dass die Taliban vermehrt Frauen und Mädchen festnehmen und inhaftieren, die geringfügige Verstöße gegen diskriminierende Maßnahmen begehen, etwa gegen die Regel, sich nur mit einem Mahram (männlichen Begleiter) in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Den Festgenommenen werde in der Regel das vage "Vergehen" der "sittlichen Verdorbenheit" vorgeworfen.Eine Studentin, die 2022 festgenommen wurde, sagte Amnesty International, dass sie in Verbindung mit den Mahram-Regeln festgenommen und daraufhin bedroht und geschlagen worden sei. Sie gab an, dass Angehörige der Taliban "anfingen, mir Elektroschocks zu verabreichen ...

an der Schulter, im Gesicht, im Nacken, wo immer sie konnten ... Sie beschimpften mich als Prostituierte [und] Schlampe ...

Ein Mann mit einer Pistole drohte: 'Ich werde dich umbringen, und niemand werde deine Leiche finden'"Ein Taliban-Kämpfer bewacht in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Gruppe Frauen, die in einer Warteschlange anstehen für Bargeldauszahlungen durch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (29. November 2021). Recherchen von Amnesty International haben ergeben, dass die Anzahl der Kinderehen, der Früh- und Zwangsverheiratungen in Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban immer stärker ansteigt.

Dies wurde von in Afghanistan tätigen nationalen und internationalen Organisationen sowie örtlichen Aktivist*innen und anderen Expert*innen bestätigt. Die Taliban verweigern nach wie vor den meisten Mädchen im Sekundarschulalter den Zugang zu Bildung.

Die Rückkehr von Mädchen an weiterführende Schulen am 23. März 2022 war nur von kurzer Dauer. Noch am selben Tag schickten die Taliban die Mädchen nach Hause unter dem Vorwand eines "technischen Problems" mit den Schuluniformen.

Auch vier Monate später können sie ihr Recht auf Bildung weiterhin nicht wahrnehmen.An den Universitäten werden Studentinnen von den Taliban schikaniert und in ihren Verhaltensweisen, Kleidungs- und Teilnahmemöglichkeiten eingeschränkt. Dies habe zu einem prekären Umfeld geführt, in dem Studentinnen systematisch benachteiligt werden.

Viele Studentinnen gehen mittlerweile nicht mehr zu Vorlesungen und zahlreiche junge Frauen haben sich gleich ganz gegen ein Studium entschieden.Die außenpolitische Aggression der russischen Führung geht mit verschärfter Repression gegen die Zivilgesellschaft in Russland einher. Deutschland werde seiner Verantwortung bei der Aufnahme russischer Menschenrechtsverteidiger*innen kaum gerecht.Gianni Jovanovic wuchs als schwuler Sohn einer Roma-Familie in Hessen auf, wurde mit 14 zwangsverheiratet.

In seiner Biografie erzählt er, wie er zum queeren Polit-Aktivisten wurde.Ihr "Prozess" dauerte nur neun Minuten, das Urteil lautete sieben Jahre Umerziehung. Über ihre Zeit in Gefangenschaft habe die Uigurin Gulbahar Haitiwaji ein Buch geschrieben.Das myanmarische Militär verlegt im Bundesstaat Kayah massenhaft Landminen.

Amnesty International bezeichnet dies als Kriegsverbrechen.Kateryna Mitieva, Medienbeauftragte von Amnesty International Ukraine, sei auch nach dem russischen Angriff im Land geblieben. Sie dokumentiert nun Kriegsverbrechen.Amnesty International Deutschland e.

V. Zinnowitzer Straße 8, 10115 Berlin.

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