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Die Situation der Schulaustretenden im Kanton Thurgau 2022

2022-07-14 09:05:06
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Quelle: Kanton Thurgau

Mit Stichtag 30. Juni 2022 wurde die jährliche Umfrage bei den Lehrpersonen aller Abschlussklassen durchgeführt, wie der Kanton Thurgau schildert.

Von den 2531 Schulaustretenden haben 2448 eine Anschlusslösung, das entspreche einer Quote von 96.7 Prozent. 2111 Schulaustretende (83.4 %) haben eine definitive Anschlusslösung, sie beginnen nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung EFZ oder EBA oder treten in eine weiterführende Schule ein.

83 Jugendliche wissen aktuell noch nicht, wo ihr Platz nach den Sommerferien ist. Einerseits sei es so, dass einige von ihnen kurz vor Abschluss eines Lehrvertrags stehen.

Darüber hinaus lasse die grosse Zahl noch offener Lehrstellen hoffen, dass viele von ihnen noch einen Lehrvertrag mit Beginn 2022 unterschreiben können. Noch 715 Lehrstellen seien auf berufsberatung.ch für den Kanton Thurgau als offen gemeldet.

Über 100 davon seien zweijährige Ausbildungen, die mit einem eidgenössischen Berufsattest abgeschlossen werden.71.2% der Schulaustretenden wählen den beruflichen Einstieg via eine berufliche Grundbildung. Das sei eine im Mehrjahresvergleich stabile Zahl, letztes Jahr waren es 70%.

Dieser konstant hohe Wert zeigt das grosse Vertrauen in die duale Berufsbildung. Bei den meistgewählten Berufen sei nach wie vor Kaufmann/-frau erste Wahl.

Eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr sei bei Fachmann/-frau Betreuung zu sehen, bei den anderen vorderen Plätzen sei ein minimer Rückgang festzustellen.Der Anteil der Jugendlichen, welche aus der 3. Sekundarschule eine weiterführende Schule wählen, bewegt sich mit 12.2 % im Schnitt der Vorjahre. Rückschlüsse auf die allgemeine Mittelschulquote im Thurgau lasse diese Zahl jedoch nicht zu, weil die bereits aus der 2. Sekundarschule in eine Mittelschule Übertretenden in dieser Umfrage nicht mehr erfasst werden.

Die effektive Maturitätsquote ergibt sich, wenn die Abschlüsse bis zum 25. Altersjahr berücksichtigt werden. Sie beträgt im Kanton Thurgau mit Stand November 2021:Die Aufnahmestelle erhielt insgesamt 262 Anmeldungen für ein Brückenangebot im Schuljahr 2022/23. Die Anmeldezahlen liegen damit unter denjenigen der beiden Corona-Jahre 2020 und 2021 und befinden sich sogar leicht unter dem Niveau von 2019. Der Rückgang der Anmeldezahlen zeigt, dass sich die Situation während der Berufswahl beruhigt hat, Schnupperlehren wieder vermehrt stattfinden konnten und die Jugendlichen wieder zuversichtlicher sind, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Zur Kategorie «Brückenangebote und andere Anschlusslösungen» gehören auch INSOS PrA-Ausbildungen der IV, die kantonalen Integrationskurse, Fremdsprachen- und Au-Pair-Aufenthalte, Privatschulen und Vollzeit-Betriebspraktika.Gegenüber dem Vorjahr sei die Anzahl Schulaustretende um ein Prozent auf 3.3% gesunken. Wichtig sei nun, diese Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen.

Dabei seien alle gefragt: die Eltern und mit ihnen deren Netzwerk, die unterstützenden Angebote wie Mentoring Thurgau, Case Management Berufsbildung oder das Motivationssemester der Stiftung Zukunft. Und natürlich die Jugendlichen selber, auch sie seien gefordert, nicht aufzugeben und allenfalls bei der Berufswahl tragfähige Kompromisse einzugehen.

Gleichwohl werde davon abgeraten, Lehrverträge ohne sorgfältige Abklärungen zu vergeben beziehungsweise zu unterschreiben. Ist zum Beispiel die Berufswahl nicht abgeschlossen oder fehlen wichtige Voraussetzungen, sei das Risiko einer Lehrvertragsauflösung hoch.

Die Genehmigung von Lehrverträgen sei weiterhin bis zu den Herbstferien möglich.Unter Einbezug der Lehrverträge für Erwachsene (z.B. Aufstufung vom Eidgenössischen Berufsattest zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis und verkürzte berufliche Grundbildungen) wurden im Vergleich zum Vorjahr rund 100 Lehrverträge weniger abgeschlossen.

Dies entspreche - 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. In den letzten Wochen wurde eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Lehrverträgen eingereicht.

Es sei zu erwarten, dass sich die Anzahl der abgeschlossenen Lehrverträge bis zum Lehrstart August 2022 im gleichen Rahmen wie im Vorjahr bewegen wird.Die Metall- und Maschinenindustrie verzeichnete einen Rückgang von 30 Lehrstellen, was ein Minus von 6 % ergibt. Ebenfalls wurden im Gastgewerbe und in der Hauswirtschaft 10 Lehrverträge weniger abgeschlossen (-10 %).

Bei den Verkaufsberufen seien es 47 weniger (-11%). Im Holzbau wurden 21 Lehrverträge weniger genehmigt (-17%).Medienkontakt:  Marcel Volkart, Chef Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB), marcel.volkartNULL@tg.ch, 058 345 59 33. Zeitfenster: 13.30 bis 15.30 Uhr.

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