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Eingeschleppte Baumwanzen schädigen Spezialkulturen

Eingeschleppte Baumwanzen schädigen Spezialkulturen
Eingeschleppte Baumwanzen schädigen Spezialkulturen (Bild: Kanton Thurgau)

2022-07-13 15:05:09
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Quelle: Kanton Thurgau

Die aus dem Ausland eingeschleppten Baumwanzen-Arten führen zu Schäden an den Thurgauer Obstkulturen, wie der Kanton Thurgau schildert.

Mitschuldig sei auch der Klimawandel. Das Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg forscht deshalb in Güttingen zur Lebensweise der Baumwanzen und erprobt mit Partnern mögliche Bekämpfungsformen.

Dabei kommen auch modernste, digitale Überwachungsmethoden zum Einsatz.2004 tauchten in Zürich erstmals Marmorierte Baumwanzen auf. Diese bisher in der Schweiz nicht bekannte Art verbreitete sich danach zuerst in den grösseren Städten und den warmen Lagen des Jurasüdfusses und des schaffhausischen Randens.

2017 wurden die ersten Individuen im Thurgau entdeckt, notabene auch eher in Städten, in Arbon und Frauenfeld. Die wärmeliebenden Wanzen stammen ursprünglich aus China, und es zeigte sich schnell, dass die Blauglockenbäume und Trompetenbäume eine wichtige Verbreitungsquelle darstellen, wie Urs Müller, Leiter Obst, Beeren und Gemüse am Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg (LBB), an einem Medienanlass auf der Forschungsstation in Güttingen erläuterte. Baumwanzen werden in der Mundart allgemein auch als Stinkwanzen bezeichnet.

Einheimische Arten wie die Graue Feldwanze oder die Grüne Stinkwanze verursachten bisher nur wenige wirtschaftlich relevante Schäden. Mit der Marmorierten Baumwanze habe sich dies radikal geändert.

Die Larven in den fünf Entwicklungsstadien und die ausgewachsene Wanze verursachen mit ihren Saugaktivitäten starke Fruchtdeformationen, die an der Einstichstelle harte, steinige Zellverbände bilden. Früchte, Beeren und Gemüse seien dadurch unverkäuflich. Wirtschaftlich relevante Schäden wurden bisher insbesondere an Birnen, Zucchetti, Peperoni und Auberginen registriert.

Die seit einigen Jahren jedoch spürbar trockeneren Jahre begünstigen auch andere Wanzenarten. So tritt auch die eigentlich im Wald heimische Rotbeinige Baumwanze zunehmend auf und verursacht Schäden an Früchten und Beeren.

Im Gemüsebau blieben Schäden durch diese Art im Gegensatz zur Marmorierten Baumwanze bisher aus. Baumwanzen haben einen sehr robusten, dicken Chitinpanzer und seien daher schwierig zu bekämpfen. Das LBB habe in Kooperationen mit der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope und einem Interreg-Forschungsprojekt zuerst die Grundlagen wie Eiablage, Lebenszyklus, Entwicklungsstadien, Fressgewohnheiten etc.

erforscht und sei nun in der Versuchsphase der Bekämpfung. Es stellen sich dabei grössere Probleme in den Weg, denn die Wanzen seien sehr agil.

Die Populationen seien unberechenbar, Erfolge seien praktisch nur bei der Reduktion der Larven möglich. Imagos, also ausgewachsene Tiere, können kaum effizient bekämpft werden.

Vor dem Hintergrund, dass die für Bekämpfungsmassnahmen zugelassenen Wirkstoffe laufend wegfallen, bereitet die Ausbreitung dieser Arten den Produzenten grössere Sorgen.  Urs Müller, Leiter Obst, Gemüse, Beeren am Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, zeigt eine der eingeschleppten Marmorierten Baumwanzen. Diese stechen in die Frucht, saugen daran und hinterlassen eine verhärtete Stelle, die Früchte und Gemüse unverkäuflich machen..

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